Ausbildungs-Inhalte:

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Der BDY/EYU-Yogalehrer-Abschluss verlangt 720 Unterrichtseinheiten,
(1 UE = 45 Minuten), die in folgende Themenschwerpunkte aufgeteilt sind:


1. Medizinische Grundlagen:  100 UE
1.1. Muskelsystem und
1.2. Skelettsystem
1.3. Atmungssystem,
1.4. Nervensystem,
1.5. Drüsensystem,
1.6. Verdauungssystem,
1.7. Blut, Herz, Blutkreislaufsystem
1.8. Lymphsystem,
1.9. Urosystem,
1.10. Geschlechtssystem
1.11. psychosomatische Auswirkungen auf die
    Körpersysteme und Organe

2. Hatha-Yoga (und Pranayama):  200 UE
2.1. korrekter Aufbau der Körperübungen:
    Asana, Kriya, Mudra, Karana, Vinyasa
2.2. Kontraindikationen
2.3. Symbolik, Namensgebung
2.4. Entspannung, Körperwahrnehmung

3. Pranayama
3.1. Definition von Pranayama
3.2. Herangehensweise je nach Zielgruppe, Kontraindikationen
3.3. drei Haupt-Stufen der Pranayama-Techniken

4. Meditation: 50 UE
4.1. Meditation auf der Grundlage der Yogalehre (z.B. Yoga-Sutren)
4.2. Beispiele buddhistischer Ansätze (z.B. Vipassana,)
4.3. Hirnforschungthemen in Beziehung zur Meditationspraxis
4.4. Begriffsdefinitionen: z.B. Kontemplation, Meditation, Gebet, usw.
4.5. weitere Themen im Bereich Meditation: mögliche Resultate:
    z.B. dasha dhuni, Kundalini-Erfahrungen,108 Siddhis;  usw.

5. Geschichte, Philosophie und Quellentexte des Yoga: 130 UE
5.1. Quellentexte: Veden, Upanishaden, Yoga-Sutren,
    die 18 Kapitel der Bhagavad-Gita, Hatha-Yoga-Pradipika,
    Samkhya-Philosophie, sechs Darshans des Hinduismus,
    Kastensystem, usw.
5.2. Entwicklung des Yoga bis heute und  Geschichte,
    unterschiedliche Yogarichtungen und Schulen,
5.3. Yogapersönlichkeiten und spirituelle Meister(innen),
    auch westliche Mystiker

6. Ethik und Philosophie : 40 UE
6.1. Weltreligionen, Mystik und Spiritualität
6.2. westliche Philosophie
6.3. Ethik in Beruf und Alltag, (=Umsetzen der Yogalehre im Alltag!)

7. Psychologie: 50 UE
(hat einen größeren Schwerpunkt je nach freiwilliger Teilnahme )
7.1. Reflektieren der eigenen Samskaras, die sich im Alltag zeigen,
7.2. eigene „spirituelle Sozialisation“,
7.3. Selbstwahrnehmung - Fremdwahrnehmung als GruppenleiterIn,
7.4. kunsttherapeutische Selbsterfahrungen (z.B. zu den Chakra-Themen)
7.5. Aufstellungstherapeutische Selbsterfahrung,
7.6. Aspekte der Entwicklungspsychologie,


8. Unterrichtsgestaltung: 80 UE
8.1. Stunden- und Kursaufbau,  (Didaktik und Methodik)
      Planung und Analyse von Stunden und Kursen
8.2. Stimmbildung: Stimme, Sprache, Kommunikation
8.3. Zielgruppenorientierter Unterricht,

8.4. Umgang mit Problemen im Unterricht usw.   
8.5. Themenvielfalt


9. Unterichtspraktikum: 50 UE (nach neuer BDY-Richtlinie werden diese UEs erhöht)
9.1. acht eigene Vorstellstunden  (in vier Jahren)
9.2. und Teilnahme an mindestens 17 Vorstellstunden mit Moderationen

10. Berufsorientierung: 20 UE


Beispiele von Unterrichtsthemen in den schriftlichen Lektionen:


- Was ist Yoga? - Der Yoga-Pfad,
- Yoga als vierfältige Bewusstheit,
- Yoga-Drishti, die yogische Sichtweise,
- verschiedene Yogawege: - Hatha-Yoga,
- Raja-Yoga,
- Kriya-Yoga,
- Mantra-Yoga,
- Jnana-Yoga,
- Bhakti-Yoga,
- Karma-Yoga, ua.
- Asanas, die Körperstellungen als Grundlagen des Hatha-Yoga,
- Pranayama-Techniken, Atemübungen,
- Mudra, als Handgesten (und als Hatha-Yoga-Mudras, Körpergesten),
- Kriyas und Karanas,
- der  Sonnengruß,
- geschichtliche Aspekte des Yoga: z.B.
- Yogasutren von Patanjali als Grundlagen des Yogaweges,
- Yoga und Samkhya,
- Karmalehre,
- wichtige Schriften und Quellentexte wie z.B.
- die Bhagavadgita (aus dem Mahabharata),
- Hatha-Yoga-Pradipika,
- was sind die Veden,
- was sind die Upanishaden,
- die Energiekörper des Menschen (Aura),
- die Chakren und endokrinen Drüsen, 
- Chakradiagnose,
- Meridianlehre, - Farbenlehre zu den Chakren und den Meridianen, 
- Aura-Soma (bei Interesse),
- die Körpersysteme (Anatomie, Physiologie) und die wichtigsten Krankheiten,   (=Grundlagen der Heilpraktikerausbildung),
- Reinigungstechniken (shat karma),
- Grundlagen der Ayurveda-Lehre, 108 Marmas, Übungen zu den Marmas,

- Meditationen und Jnana Kriyas (= innere Konzentrationstechniken),
- Samyama-Techniken (=fortgeschrittene Konzentrations-Techniken),   
- was sind Siddhis und Riddhis? usw.